Wissenschaft zum Begreifen

SIGHTSEEING | 24. MAI 2017

Museen, die Natur und Technik im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ machen, sind für Jung und Alt etwas ganz Feines. Denn wenn ich ehrlich bin, stehe ich auch heute noch wie ein Kindergartenkind vor den großen Dinosauriern und stelle mir vor, wie das wohl wäre, wenn sie damals nicht ausgestorben wären. Und wie ein kleines Kind freue ich mich, wenn es im Technischen Museum anschauliche Präsentationen gibt, die mir erklären, wie ein Musikinstrument funktioniert oder wie eine Dampflokomotive fuhr.

Heute habe ich euch daher Museen in Wien zusammengestellt, in denen man Natur und Technik im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kann - natürlich ist mal wieder ein echter Geheimtipp für alle Fans von fernen Galaxien dabei.

Naturhistorisches Museum Wien

New York und London haben das Museum of Natural History, Wien hat das Naturhistorische Museum am Maria-Theresien-Platz. Hier schafft man den Spagat zwischen dem klassischen Naturkundemuseum, wie man es aus früheren Jahrhunderten kennt und der modernen Wissensvermittlung. Man kann hier durch die Jahrmillionen der Evolution reisen, über Dinoknochen staunen (manchmal hat man sogar den Eindruck, dass die Dinos sich bewegen).

Im ersten Stock kann man sich den tierischen Exponaten widmen, die zu großen Teilen, wie auch die hölzernen Vitrinen in denen sie ausgestellt sind, noch aus kaisers Zeiten stammen. Seit einigen Jahren hat das NHM allerdings auch Dinge wie ein digitales Planetarium, in dem man sich in bequemen Liegesesseln diverse Vorführungen über unser Sternensystem oder auch Themen wie das Weltklima anschauen kann. Ergänzt wird das durch ultramoderne Sonderausstellungen - derzeit wird das sehr abstrakte Thema Urknall und frühe Entwicklung unseres Sternensystems unter dem Titel „Wie alles begann. Von Galaxien, Quarks und Kollisionen“ sehr anschaulich vorgestellt (noch bis 20. August 2017).

Tipps: Alles über die Dachführung auf dem NHM findet ihr in meinem Blogbeitrag. Regelmäßig finden für Kinder Übernachtungen im Dinosaal statt - da will man direkt wieder Kind sein. Nähere Infos dazu hier.

Burgring 7, 1010 Wien
Donnerstag bis Montag 9:00 - 18:30, Mittwoch 9:00 - 21:00, Dienstag geschlossen
Erwachsene 10€, Kinder bis 19 Jahre frei - Digitales Planetarium und Dachführung kosten extra
 

Technisches Museum Wien

Wie kommt die Dampflokomotive in den ersten Stock? Und wie funktioniert so ein Hochofen? Diese und viele andere Fragen rund um die Technik werden im Technischen Museum im 14. Bezirk beantwortet. Es gibt verschiedene Abteilungen, etwa zum Thema Eisenbahn, Auto, Schiffsbau oder Luftfahrt. Überall gibt es für Kinder und Erwachsene kleine Mitmachstationen, an denen man Technologie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kann.

Eine derzeitige Sonderausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte und der Zukunft von Urbanität. Zudem gibt es eine Mitmachausstellung, in der man z.B. probieren kann, wie man sich anhand von Landmarken orientieren kann oder man kann sein eigenes Gangbild auf einem Laufband analysieren.

Es gibt zudem zahlreiche Führungen und Vorführungen im Angebot - so gibt es etwa eine Hochspannungsvorführung oder eine Schnittlokomotive, anhand der man exakt erkennen kann, wie der Zug damals vorangekommen ist. Das tagesaktuelle Programm für die Führungen findet man auf der Homepage (www.tmw.at)

Mariahilferstraße 212, 1140 Wien
Erwachsene 13€, Kinder bis 19 Jahre frei (Führungen kosten zusätzlich)
 

Himmelsblicke auf der Kuffner Sternwarte

Die Kuffner Sternwarte ist eine der zahlreichen bedeutenden Sternwarten in Wien - im 19. Jahrhundert, als auch etwa die Universitätssternwarte oder die Urania errichtet wurden, war die Stadt eine wahre Metropole für Astronomen. Die Kuffner Sternwarte widmet sich heute nur noch wenig der Forschung - die 4 großen Instrumente dienen hauptsächlich zur Wissensvermittlung - es gibt hier Vorträge und Projekte speziell für Schulklassen.

Für mich ein kleiner Geheimtipp für alle wissensdurstigen sind die Himmelsblicke, die Dienstags und Samstags bei gutem Wetter auf der Kuffner Sternwarte in Wien Ottakring stattfinden. Hier kann man die Astronomie live erleben und auch selbst zum Himmelsforscher werden und in ferne Weiten blicken. Angeleitet von den Profis werden gezielt Planeten und Sterne ins Visier des großen Refraktors genommen.

Achtung: die Himmelsblicke finden nur bei gutem Wetter statt. Es wird täglich bis 17 Uhr anhand von Wettervorhersagen bestimmt, ob die Himmelsblicke stattfinden können. Entsprechend kann es auch spontan zu Absagen kommen.

Johann-Staud-Straße 10, 1160 Wien
Eintritt frei, Anmeldung hier
geeignet für Kinder ab 10 Jahren
 
 

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