Weimar, Kulturmetropole Thüringens

SIGHTSEEING | 21. August 2018

Für viele ist Weimar zunächst einmal eine kleine Stadt in Thüringen, knapp 65000 Einwohner, nicht besonders groß. Wenn man aber weiter denkt, kommen einem große Namen in den Sinn, allen voran Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich von Schiller prägten das kulturelle Erbe der Stadt. Mit dem Bauhaus kam gleich eine ganze, sehr berühmte Architekturschule aus Weimar. Schließlich kommt einem, wenn man an die Stadt denkt, auch mit der Weimarer Republik und dem späteren Konzentrationslager Buchenwald unweit von Weimar der unrühmliche Teil der Geschichte in den Sinn.

Wir waren unterwegs in der kleinen aber feinen Kulturmetropole Weimar.

Goethe-Nationalmuseum Weimar

Im August 1885 wurde in Weimarer Goethehaus das Nationalmuseum eröffnet. Anlass war der Tod des letzten Goethe-Enkels, mit dem Sammlung und Liegenschaften aus dem Besitz des Dichterfürsten an das Großherzogtum zurückfallen. Nach einem schweren Bombentreffer wurden die Wohnräume von Goethe und seiner Frau, sowie sein Arbeitszimmer liebevoll rekonstruiert. Grundstock der Museumsbestände bilden Goethes Sammlungen zur Kunst und zur Naturwissenschaft und seine Bibliothek, dazu etwa 2000 eigenhändige Zeichnungen.

Frauenplan 1, 99423 Weimar
 

Café „Resi“ Residenz

Das Café Resi ist Weimars berühmtestes und ältestes Kaffeehaus. Und das nicht nur, weil man hier in Goethes erster Weimarer Wohnung speisen kann. Das Kaffeehaus eröffnete 1839 im Besitz des großherzoglichen Hofkonditormeisters August Emil Theodor Ißleib und ist nach Wiener Tradition eingerichtet. Und wie im legendären Wiener Café Central entwickelte sich das Resi schnell zu einem Treffpunkt der Weimarer Künstlerszene. Zudem bestand die Vereinbarung mit dem Großherzog, dass die Soldaten der neuen Hauptwache, sobald die Kälte 10 °C erreicht hatte, mit Warmbier zu versorgen waren. Zu DDR-Zeiten war es ein „Lesecafé“ mit „ in- und ausländischen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern.“

Grüner Markt 4, 99423 Weimar
 

Schloss und Park Weimar-Belvedere

Das Lustschloss Belvedere repräsentiert das klassische Weimar, das seit 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Das Schloss wurde mit 20 Jahren Bauzeit für den Weimarer Großfürsten Ernst August I. von Sachsen Weimar errichtet. Im Schloss selbst befindet sich heute neben einer riesigen Kunstsammlung vor allem das Deutsche Rokoko-Museum. Berühmt ist das Schloss für seinen riesigen Park, der mit seinen zahlreichen kleinen Gärten und exotischen Gewächsen zu einem ausgiebigen Spaziergang einlädt.

99425 Weimar
 

Bauhausuniversität Weimar

Ebenfalls zum UNESCO Welterbe gehören die Gebäude des Weimarer Bauhaus. Eine Perle dieses Architekturstils ist das 1904-1911 nach Entwürfen von Henry van de Velde errichtete Hauptgebäude der Bauhaus-Universität. Seine eigentliche Ausprägung erhielt die Stilrichtung unter Walter Gropius, der 1919 die Leitung der Architekturschule übernahm. Das Neue an dem Konzept war die Vereinigung von Kunst und Handwerk mit einer Neuen Sachlichkeit und einer Klarheit der Formen und Strukturen. Bis heute stellt das Weimarer Bauhaus die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar, deren Spuren man bis heute erkennen kann - vor allem an ihren Wirkungsstätten Weimar, Dessau und Berlin.

Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
 

Gedenkstätte KZ Buchenwald

Das Konzentrationslager Buchenwald weist auf die eher unrühmliche Vergangenheit Deutschlands hin. 1937 bis in den April 1945 wurde hier das größte Konzentrations- und Arbeitslager auf Deutschem Boden betrieben. In diesem Zeitraum waren hier mehr als 250 000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert - mehr als 56 000 überlebten das Arbeitslager nicht. Die Insassen mussten zum Dienst in mehreren Rüstungsbetrieben antreten, darunter die Gustloff Werke, aber auch Ford in Köln oder die Flugzeug- und Motorenwerke von Junkers, aber auch Produktionswerke wie die IG Farben. So entstanden in Hochzeiten bis zu 136 Außenlager von Buchenwald.

Führungen dauern 2 (Überblicksführung) bzw. 3 (ausführliche Geländeführung) Stunden. Sie sind optimal, um sich mit der Geschichte des Geländes optimal auseinandersetzen zu können. Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Sie finden in den Sommermonaten zwischen 10.30 und 14.30 stündlich statt, Anmeldung erfolgt beim Besucherzentrum. Man kann das Gelände auch selbständig erkunden.

99427 Weimar
 
 

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