Wandern in der Rhön

SPORT | 11. April 2018

Was verbindet man mit der Rhön? Die Rhön ist eines der vielen Deutschen Mittelgebirge. Aber die Rhön ist noch viel mehr. Gelegen im Dreiländereck zwischen Bayern, Thüringen und Hessen war sie einst Grenzgebiet. Dinge wie der Point Alpha oder die Radarkuppel auf der Wasserkuppe zeugen bis heute von dieser Vergangenheit und nicht selten wurden die Segelflieger von der Wasserkuppe vom Wind über Feindgebiet getragen. Heute verbinde ich mit der Rhön allerdings grandiose Landschaften und geschützte Natur, schließlich ist sie sogar ein eingetragenes Biosphärenreservat bei der UNESCO. Ich kenne kaum eine bessere Landschaft zum Erkunden der Natur - es gibt so viele unterschiedliche Landschaften - Hochmoore, Bergseen, Gipfel und Klöster zu erkunden, wie kaum in einem anderen Mittelgebirge.

Ich war für euch im Land der „Land der offenen Ferne“ unterwegs und stelle euch einige zertifizierte Premien-Rundwege vor, Tagestouren, die am Rande des Hochrhöner Wanderweges liegen.

Extratour Rotes Moor

Unweit von Gersfeld liegt eines der beiden letzten Hochmoorgebiete der Rhön. Nach dem Ende des Torfabbaus wurde das Rote Moor zum Naturschutzgebiet erklärt. Heute führt ein Rollstuhlgerechter Lehrpfad auf einem Bohlenweg quer durchs Moor. Mit dem startet auch die Extratour des Hochrhöner. Vom Parkplatz aus führt der Weg direkt vorbei am Moorteich über den Lehrpfad (von hier kann man auch direkt zum Parkplatz zurück, Rundweg etwa 4 km). Von dort geht es entlang des Feldbachs durch die Kaskadenschlucht und dann auf dem Hochplateau zwischen Heidelstein und Wasserkuppe. Durch das Krumbachtal geht es weiter um den Mathesberg, vorbei am Parkplatz Moorwiese und über den Otilienstein hinauf zum Heidelstein und dann zurück zum Parkplatz. Von hier aus hat man bei klarem Wetter einen beeindruckenden Ausblick bis hinüber zum Kreuzberg, ins Fuldatal und zum etwa 6 km entfernten höchsten Gipfel der Rhön, zur Wasserkuppe.

Start: Parkplatz Moordorf - Kennzeichnung Rotes R auf weißem Grund
18,1 km, 6h, 469 Höhenmeter Aufstieg*
 

Extratour Guckaisee

Wer die reizvolle Landschaft der Rhön auf einer Tagestour ganz erleben will, ist am Guckaisee genau richtig. Die Tour führt vom malerischen See aus steil den Berg hinauf zunächst über den Gipfel des Pferdskopf, hinauf zum höchsten Berg Hessens. Auf der Wasserkuppe kann man bei guter Thermik den Segelfliegern auf dem ältesten Segelflugplatz der Welt zusehen. Häufig schweben auch Paraglider in der Nähe des dortigen Fliegerdenkmals. Oder man kann den grandiosen Ausblick über die Gipfel der Rhön in einem der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten genießen. Bei weniger gutem Wetter lädt das Deutsche Segelflugmuseum zum Besuch ein. Zahllose weitere Aussichtspunkte finden sich an den Gipfeln der Abtsrodaer Kuppe, des Schafsbergs, des Feldbergs oder des Pferdskopfs.

Start: Wasserkuppe oder Guckaisee - Kennzeichnung Rotes G auf weißem Grund
20,2 km, 7h, 712 Höhenmeter Aufstieg*
 

Extratour Kreuzbergtour

Der Kreuzberg ist der wohl bekannteste Wallfahrtsort in der Rhön. Und wer wandert nicht gerne mit der Aussicht, dass am Ende das 1681-92 erbaute Kloster wartet. Okay, die meisten Pilger kommen sicher auch wegen dem Bier, was hier seit 1731 gebraut wird.

Vom Parkplatz aus geht es stramm den Berg hinauf. Kurz vor erreichen des Klosters führt der Weg die Treppen hinauf zur bekannten Kreuzigungsgruppe. Der Weg geht von hier weiter über den Gipfel hinweg entlang eines sanften Wiesenpfades bis zum ganzjährig bewirtschafteten Neustädter Haus. Das folgende Wegstück verläuft unweit der begleitenden Straße, vorbei am Weiler Kilianshof, bis zum Ortsrand von Sandberg. Von hier geht es weiter stramm bergauf zurück zum Kloster am Kreuzberg. Und dann hat man sich das Bier als Belohnung auch verdient.

Start: Parkplatz Kreuzberg - Kennzeichnung rotes K auf weißem Grund
12,8 km, 4h, 499 Höhenmeter Aufstieg*
 

Extratour Königsweg

Die südliche Rhön lädt dazu ein, auf den Spuren von König Ludwig zu wandeln, zwischen attraktiven Waldpfaden und den Kuranlagen von Bad Brückenau. Die Tour führt zunächst durch den Kurpark. Daran anschließend verläuft der Pfad durch grüne Talauen am Waldrand oberhalb von Bad Brückenau hinein in ruhige Buchenwälder bis zur Luitpoldhütte. Von dort führt ein Stichweg zum ehemaligen Kloster am Volkersberg mit sehenswerter Barockkirche und durch den Staatswald vorbei an der Königseiche wieder zurück zum Ausgangspunkt. Schon König Ludwig I. folgte diesen Wegen während seiner Kuraufenthalte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er ließ „sein“ Staatsbad errichten. Einen Ausflug ist das unweit des Weges gelegene Deutsche Fahrradmuseum wert.

Start: Staatsbad Bad Brückenau - Kennzeichnung rotes K auf weißem Grund
9 km, 3h, 322 Höhenmeter Aufstieg*
 
 

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