Weinherbst in der Wachau

Geheimtipp ist die Wachau natürlich keiner, trotzdem beherbergt sie genügend Geheimnisse und „vergessene Schätze“, die darauf warten entdeckt zu werden. Die einzigartige Kulturlandschaft, geprägt durch die Donau, blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Zahlreiche beeindruckende Klöster und Kirchen legen Zeugnis über die bedeutende Rolle der Wachau für die (Kunst-)Geschichte Österreichs ab.

Genießer erfreuen sich an der Wachauer Marille und am berühmten Wein. Gerade im Herbst zeigt sich für viele Gäste die Wachau von ihrer unbekannten Seite. Eingekehrt bei einem der gemütlichen Heurigen entlang der stetig fließenden Donau, gilt es sich zurückzulehnen und den Alltag zu vergessen.

Weingut Emmerich Knoll – Wachauer Kultwein

Zu Recht spricht man im Zusammenhang mit den Namen Knoll seit Jahren von einem “Kultwein”. Unverkennbar schon am vom Wachaumaler Siegfried Stoitzner entworfenen Etikett, welches den hl. Urban zeigt, überzeugen die Weine mit Raffinesse und Dichtheit. Riesling und Grüner Veltliner sind die Hauptsorten, aber auch Chardonnay und Burgunder finden Platz. Die wichtigste Zutat für die Weine ist Zeit. Das fängt bei der Ernte an, die dank der Terrassen nur durch aufwändige Handarbeit erledigt werden kann, und hört bei der Lagerung auf, die den Wein den Sommer über im kühlen Keller heranreifen lässt.

Unterloiben 10, 3601 Dürnstein

Nikolaihof Mautern – Das älteste Weingut Österreichs

Der Nikolaihof ist laut Eigenaussage das „älteste Weingut Österreichs“. Schon zu antiken Zeiten haben hier die Römer Wein genossen, etliche Ruinen legen Zeugenschaft ab. Das heutige Gebäude stammt großteils aus dem 15. Jahrhundert. Tradition und Geschichte hindern aber nicht am Beschreiten von neuen Wegen, beim Weinanbau setzt man schon seit den 1970er-Jahren auf die strengen Demeter-Richtlinien. Zahlreiche prämierte Weine zeigen, dass sich dieser Weg auszahlt. Die edlen Tropfen kann man auch bei einem Menü in der dazugehörigen Weinstube genießen.

Nikolaigasse 3, 3512 Mautern an der Donau

Naturdenkmal Zellergraben – Bei den Lösswänden

Der Zellergraben ist einer der imposantesten Hohlwege der Wachau. Rund einen Kilometer führt der Weg an bis zu 12 Meter hohen Lösswänden entlang, die ein wichtiges Refugium für seltene Insekten und Vogelarten sind. Am Ende wartet ein Rastplatz beim Zellerkreuz. Der Löss ist eine der wichtigsten „Zutaten“ für den Weinbau in der Wachau, seine besonderen Eigenschaften machen ihn perfekt für den Anbau der Trauben. Zwölf Tafeln entlang des Weges liefern dem Besucher weitere Infos über diese besondere Beziehung.

Zellergraben, 3511 Fürth bei Gottweig

Weingut Jamek – Wein-Revolution

Das seit 1910 bestehende Weingut mit den Hauptsorten Riesling und Grüner Veltliner hat in den 1950er-Jahren eine Wein-Revolution in der Wachau eingeleitet. Auch heute noch wird dieser Weg beschritten, werden die Reben in traditioneller Handarbeit geerntet und auf schonende Verfahren und hohe Qualität gesetzt. Ähnliches gilt für das dazugehörige Restaurant. Klassiker der österreichischen Hausmannskost wie Hechtnockerl, Topfenhaluschka, Beuschel und die berühmten Marillenknödel erfreuen den Gaumen der Besucher.

Josef-Jamek-Straße 45, 3610 Joching

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