Die schönsten Frühlings-Skitouren in Salzburg

Perfekte Firn-Abfahrten bei Sonnenschein

Langsam steht der Frühling vor der Tür. Alte Skitouren-Hasen wissen, jetzt beginnt die schönste Zeit des Jahres. Bei Hochdruckwetter locken sonnige Abfahrten auf perfekt aufgefirnten Südhängen. Langschläfer schauen eher schlecht aus, denn am Nachmittag verwandelt die kräftige Frühjahrs-Sonne die Unterlage in „Schneepatz“ und die Lawinengefahr steigt. Rechtzeitig in der Früh auf den Weg gemacht, wartet jedoch eine Abfahrt auf hartem Untergrund mit einer perfekten Firnschicht oben drauf.

Die vielfältige Salzburger Bergwelt bietet eine große Auswahl an Skitouren-Klassikern und -Geheimtipps, die sowohl für Touren-Neulinge, als auch für echte Höhenfresser interessant sind. Im Angesicht des mächtigen Hochkönigs liegen die Lausköpfe, eine perfekte Tour für alle, die Genuss mit Anspruch verbinden wollen. Nur für konditionsstarke und erfahrene Tourengeher eignet sich hingegen die Route auf die Windlegerscharte im Dachsteinmassiv.

Lausköpfe – Im Angesicht des Hochkönigs

Diese beliebte Frühjahrs-Skitour verspricht dank der Südosthänge perfekte Firnverhältnisse. Im Angesicht des mächtigen Hochkönigs, wirken die drei Lausköpfe fast sanft. Vom Start weg hat man eine gute Übersicht über die Route und die folgende Abfahrt. Richtig steil wird es erst im oberen Drittel der Tour, eine gute Skitechnik ist hier vonnöten. Rund 2 ½ Stunden sollte man für den Anstieg einplanen, beim Gipfelkreuz auf knapp 2.200 Metern wird man mit einer herrlichen Fernsicht belohnt, bevor es zuerst harsch und steil die Gipfelrinne bergab geht, um danach über weitläufige Almflächen eine wahre Genussabfahrt zu liefern.



Das Gamsmutterkar – Geheimtipp im Tennegebirge

Ein wahrer Geheimtipp für Skitouren im salzburgerischen Tennengebirge ist die Tour auf das Gamskar. Versteckt gelegen, startet die Tour mit einem längeren „Talhatscher“, bevor sich die gewaltige Felsarena mit dem Gamsmutterkar vor einem öffnet. Ohne Gipfel sind die steilen Felswände in rund 1.800 Metern Höhe das Ziel, 5 Kilometer und knappe 800 Höhenmeter müssen dafür zurückgelegt werden. Als Belohnung winkt eine herrliche Firnabfahrt über einen windgeschützen Südhang, der bei rechtzeitigem Aufbruch ideale Bedingungen verspricht.



Auf die Taghaubenscharte vom Dientner Sattel – Frühlings-Klassiker

Die Skitour auf die Taghaubenscharte (2.160 Meter) ist ein echter Frühlings-Klassiker, dank seiner Beliebtheit, ist der Aufstieg eigentlich immer gut gespurt. Anfangs gemächlich auf einer Forststraße zur Erichhüte, wird auch der weitere Anstieg nicht zu steil. Knapp 800 Höhenmeter auf 4 Kilometer sind im Anstieg zu bewältigen. Gipfel winkt zwar keiner, doch die Aussicht von der Scharte aus auf den Hochkönig und die Tauern lassen dies leicht verschmerzen. Die Abfahrt führt den Aufstiegsweg entlang, dank der Süd-West-Lage des Hanges ein sonnendurchflutetes Firn-Erlebnis.


Sulzenhals mit Variante Windlegerscharte – Am Dachstein

Herrlich präsentiert sich die Skitour auf den Sulzenhals für alle Liebhaber von Firn-Touren im Frühling. Aussichtsreich im Angesicht des mächtigen Dachsteinmassivs und durchaus fordernd, führt die Route zuerst eine Forststraße entlang, bevor es über die pittoresk unter dem Gipfel des Rötelsteins gelegene Schaidalm und die Bachlalm steiler zum aussichtsreichen Ziel auf knapp 2.000 Metern geht. Mehrere Abfahrtsvarianten stehen bei der Aufstiegsroute am südöstlich exponierten Hang bereit. Geübte und konditionsstarke Tourengeher können die Route vom Sulzenhals noch bis zur Windlegerscharte (2.996 m) am Dachstein verlängern.


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