Mystische Orte in Niederösterreich

SIGHTSEEING | 05. April 2018

Niederösterreich ist ein Land voller Geheimnisse. Wer sich auf die Suche begibt, findet zahlreiche Sagen und Legenden, die auf eine reichhaltige Vergangenheit verweisen. Egal ob es sich um alte Kultplätze oder verfallene Burgen handelt, mystische Orte beflügeln sei Jahrhunderten die Fantasie der Menschen. Wobei nicht nur Abenteuerlustige auf ihre Kosten kommen, vergessene Plätze sind auch Orte der Ruhe und Besinnung.

Bizarre Steinformationen lassen sich vor allem im Waldviertel finden. Orte die angeblich schon in der Frühzeit der Menschheit als Kultplätze gedient haben und heute aufgrund vermeintlicher Energieströme aufgesucht werden. Relikte aus dem Mittelalter, wie halbverfallene Ruinen, erzählen oftmals schaurige Sagen, deren wahrer Kern nicht minder grausam ist. Es handelt sich um Orte des Schreckens, deren Faszination heute positive Kräfte freisetzt.

Karlstisch

Der sagenumwobene Karlstisch ist das einzige Überbleibsel der ehemaligen Burg Veste Rohr. Das genaue Alter des steinernen Tisches ist unbekannt, die Burg selbst schon seit dem 14. Jhd. zerstört. Heimatforscher bringen den Tisch mit Karl dem Großen in Verbindung, womit das urtümliche Relikt über 1.000 Jahre alt wäre, zahlreiche Sagen und Legenden ranken sich jedenfalls um ihn. Als Richtplatz und Kultort soll er gedient haben, auch von unheimlichen Erscheinungen wird berichtet. Heute steht der Tisch eingezäunt auf einer schmucken Wiese, ein Kinderspielplatz gleich daneben.

Veste Rohr, 2500 Baden
 

Lourdesgrotte im Wienerwald

Die Nachbildung der berühmten Mariengrotte von Lourdes ist eine der wichtigsten Wallfahrtsstätten Niederösterreichs. Erbaut in den 1920er-Jahren in einem aufgelassenen Steinbruch bei Maria Gugging, ist die Grotte durchaus ein Kuriosum. Aus der Zeit gefallen, vermitteln der im Kerzenlicht flackernde Altar in der Felsnische und die kleine Kapelle durchaus besinnliche Stimmung. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Quelle neben dem Altar. Dem Wasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt, manch frommer Pilger fährt gleich mit mehreren vollen Kanistern heimwärts.

Hauptstraße 134, 3400 Maria Gugging
 
 

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Naturschutzgebiet Fehhaube-Kogelsteine

Das Naturschutzgebiet ist geprägt von beeindruckenden Gesteinsformationen, die vermutlich seit Jahrtausenden den Menschen als Kultplätze dienen. Die Granitblöcke befinden sich in einer unter Naturschutz stehenden Heidelandschaft, ein Ort dessen Flora und Fauna alleine schon zur Kontemplation einlädt. Während die Kogelsteine von der Formation wie ein „Mini-Stonehenge“ wirken, soll die Fehhaube an einen fantastischen Kopfschmuck erinnern. Andere Steinbrocken werden im Volksmund Teufelstein und Wächter genannt, entsprechende Legenden inklusive.

3730 Stoitzendorf
 

Ruine Merkenstein

In der Nähe des Hohen Lindkogels gelegen, lockt die romantisch-verwucherte Ruine Merkenstein Abenteuerlustige und Ruhesuchende gleichermaßen an. Über Jahrhunderte ein wichtiger Standort geprägt von Intrigen, Aufständen und hoher Politik, wurde Merkenstein im 17. Jhd. von Osmanen zerstört. Torbogen sind von sattem Grün überwachsen; Turnierplatz, alte Mauern und kreative Ziegelhaufen sorgen für eine mystische Atmosphäre, bei der man meinen möchte, jederzeit auf alte Geister zu treffen. Aber Vorsicht, in weiten Bereichen herrscht aufgrund von Steinschlaggefahr Betretungsverbot.

2540 Bad Vöslau
 

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