Heidelberg

SIGHTSEEING | 08. Mai 2018

Heidelberg gehört für mich gemeinsam mit Städten wie Graz oder Lübeck zu den echten Geheimtipps unter den Städtereisen. Eine romantische Altstadt, hoch überragt von der romantischen Schlossruine liegt Heidelberg in einer sonnenverwöhnten Gegend zwischen Bergstraße, Odenwald und Pfälzerwald, eine Gegend, in der Geschichte geschrieben wurde, egal ob im Kaiserdom zu Speyer oder im riesigen Zisterzienserkloster von Maulbronn.

Ich zeige euch heute die schönsten Orte in und um Heidelberg, die man nicht verpassen sollte.

Schloss Heidelberg

Das Heidelberger Schloss gehört sicher zu den bekanntesten und meistbesuchtesten Burgruinen in Deutschland, schon alleine, weil es auf der Route zahlreicher asiatischer und US- amerikanischer Reisegruppen steht. Hoch über der mittelalterlichen Altstadt von Heidelberg liegt der rötliche Bau, der der Stadt ihr markantes Aussehen verleiht. Seit 1182, als Konrad der Staufer seine Hofhaltung an den Königsstuhl verlegte, war sie Sitz des Pfalzgrafen.

1401 wurde Pfalzgraf Ruprecht III. zum Deutschen König, weshalb die Burg eine stattliche Größe erreichte und gleichzeitig zu einer Festung ausgebaut wurde. Erst mit dem Pfälzer Erbfolgekrieg nahm die Geschichte des Heidelberger Schlosses ein vorzeitiges Ende, als französische Truppen die Verteidigungsanlagen und die Türme sprengten und das Schloss somit zur Ruine machten. Highlights einer Schlossbesichtigung sind heute das Deutsche Apothekermuseum und das „Große Fass“ aus dem Jahre 1751, das 219000 Liter Wein fasst. Es wurde allerdings in seiner Geschichte nur dreimal befüllt - es war nämlich nie dicht.

Schlosshof 1, 69117 Heidelberg
 

Karzer & Alte Uni Heidelberg

Die Universität zu Heidelberg hat bis heute einen Ruf, der weit über die Grenzen des Landes hinausgeht. Heute ist es eine Eliteuni - im 19. Jahrhundert gehörte es aber auch zum Guten Ton, dass man das Studentenleben genoss. Da die Universität damals eine eigene, vom Land unabhängige Rechtssprechung hatte, unterhielt man sein eigenes Gefängnis. Und da die Studenten während des Aufenthalts weiter zur Universität gehen sollten, lag der Karzer im damaligen Hauptgebäude in der Heidelberger Altstadt. Selbstverständlich gehörte es zum Studium dazu, dass man mal im Karzer einsaß und sich an den Wänden dort verewigte. Und diese kleinen und größeren Zeichnungen der damaligen Elite sind bis heute erhaltengeblieben. Der Studentenkarzer war allerdings wesentlich komfortabler, als man es sich ausmalen würde. Die Studenten hatten Betten, konnten einander besuchen und über einen Gang, der mit der Aula verbunden war, die Vorlesungen besuchen und sich Essen bringen lassen. Ein Blick in die historische Aula und das kleine, angeschlossene Universitätsmuseum erzählt die Geschichte der Forschungsinstitutionen der Uni in Heidelberg.

Augustinergasse 2, 69117 Heidelberg
 

Kloster Maulbronn

Maulbronn ist ein kleines, verschlafenes Dörfchen nordöstlich von Pforzheim. Einen abgeschlossenen Stadtteil bildet das Kloster in der Ortsmitte. Die ehemalige Zisterzienserabtei gilt als größter erhaltener mittelalterlicher Klosterkomplex nördlich der Alpen und gehört damit zum UNESCO Weltkulturerbe. Es wurde 1138 gegründet, der Legende nach entschied ein Maulesel über den Ort. Der Klosterkomplex besteht aus dem Kloster und zahlreichen, traumhaften Fachwert-Wirtschaftsgebäuden sowie einem Fischteich, den man entlang des Mühlgrabens erwandern kann. Das Kloster wurde während der Bauernkriege 1525 geplündert und nicht einmal 10 Jahre später von Herzog Ullrich von Würtemberg säkularisiert.

Einer anderen Legende nach bekamen Mönche ausgerechnet während der Fastenzeit ein Stück Fleisch geschenkt. Das wollte man damals nicht verkommen lassen. Man war in einem Dilemma, das man aber schließlich löste, indem man es ganz klein schnitt und in Teigtaschen vorm Herrgott versteckte - die Geburt des süddeutschen Nationalgerichts - der Maultasche. Die Mönche bekamen daher den Beinahmen Herrgottsbscheißerle.

Entfernung von Heidelberg 61 km
 

Kaiserdom zu Speyer

Wie Maulbronn gehört auch der Dom zur Speyer zum UNESCO Welterbe - hoch über dem Ort sieht man sie schon von weitem, die größte, erhaltene, romanische Kirche der Welt, bis heute sind ihre Ausmaße eindrucksvoll. Mit dem Bau wurde wohl schon 1025 unter dem salischen König und späteren Kaiser Konrad II. begonnen, errichtet wurde damals die größte Kirche des Abendlandes, in dem auch die Kaiser des 11. bis 13. Jahrhunderts beigesetzt. Ein weiteres Ereignis war der Besuch des französischen Zisterzienserabts Bernard von Clairvaux, der mit seiner flammenden Predigt tausende Ritter zur Teilnahme am ersten Kreuzzug bewegte.

Zusätzlich zum beeindruckenden Kirchenraum gibt es noch die Möglichkeit, den Turm und den Kaisersaal zu besichtigen. Die Aussichtsplattform befindet sich auf etwa 55,5 Meter Höhe innerhalb der obersten Fensteröffnungen unter der Turmspitze.

Domplatz , 67346 Speyer
 
 

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