Die besten Dive Bars in Wien

UNTERHALTUNG | 30. November 2017

Egal ob man diese Bars als Dives, Tschocherln oder Windn bezeichnet, es sind jedenfalls Orte die nicht für jedermann gemacht sind. Aus der Zeit gefallen, mit massig Patina behaftet und ein wenig abgelebt, wenn nicht gar grindig, gehören sie gewissermaßen zu einer aussterbenden Art. Es sind Lokale, in denen die Leute noch zusammenkommen, man auf Menschen außerhalb der eigenen Blase trifft, vereint in der Suche nach ein wenig Geborgenheit und der Zuneigung zum Alkohol.

Auch wenn in Wien schon etliche dieser Lokale dicht gemacht haben (RIP Cafe Industrie & Cafe Urania), so finden sich doch noch einige dieser versteckten Gegenwelten über die ganze Stadt verteilt. Egal ob im ersten Bezirk das Cafe Bendl mit seiner unsterblichen Jukebox, oder das legendäre Stadtbahn in der Währinger Vorstadt, hier geht der Grind mit einer gehörigen Portion Seele einher und lässt die Moderne draußen vor der Tür.

Cafe Bendl

Wenn es ein Wiener Lokal gibt, in dem man noch auf Leuten außerhalb der eigenen Blase trifft, dann ist es das Cafe Bendl. Unweit des Rathauses, kommen hier vom einfachen Beamten über den Burgschauspieler, vom Jung-Kommunisten bis zum Burschenschafter, alle zusammen. Die Einrichtung alt und abgelebt, ist das Kellerlokal nichts für zarte Seelen. Schon ab 8 Uhr geöffnet, darf man hier noch ungeniert dem Alkohol frönen. Dazu sorgt eine echte Jukebox mit immergleichen Hits von Hans Orsolics bis CCR für Stimmung. Obligatorisch gibt es dazu „Koks“ (Inländer-Rum mit Kaffeebohnen und Zucker), Kesselwurst und eine Bierdeckelschlacht.

Landesgerichtstraße 6, 1010 Wien
 

Café Voodoo

Ein geradezu museales Rock-Cafe, ist das Voodoo der perfekte Ort für alle Liebhaber härterer Gitarren-Musik aus den Sechziger- und Siebziger-Jahren. Das Ambiente dunkel und stark verraucht, kann es trotz zweier Räumer schnell mal eng werden. Thematisch passend zum musikalischen Thema zieren die Wände zahlreiche Plakate und Zeichnungen zum Thema (Hard-)Rock und Gegenkultur. Trotz umfassender Bierauswahl (rund 25 Sorten) ist das Voodoo bei weitem keine Hipster-Bar, sondern eine authentische Raststätte für alle Freigeister.

Siebensterngasse 35, 1070 Wien
 
 

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Nachtasyl

Wer die Stufen hinab ins Nachtasyl nimmt, betritt eine kleine Parallelwelt. Das dunkle Mariahilfer Kellerlokal wirkt wie aus einer anderen Zeit entsprungen. Verwinkelt und versteckt, sitzt man hier auf alten, langen Holztischen, die abbröckelnden Wände von Plakaten zusammen gehalten, während die Lautsprecher die Geschichte der Rockmusik von Frank Zappa bis Oh Sees durchexerziert. Als Hort aller Exil-Tschechen (und sonstigem bunten Publikum), ist das ausgeschenkte Bier (Budweiser, Pilsner,…) natürlich vorzüglich. Wär Härteres sucht, wird beim Becherovka oder dem eingelegten Camembert fündig.

Stumpergasse 53, 1060 Wien
 

KuKu

Das selbsternannte „linke Beisl“ an der Wienzeile ist ein gemütliches Kellerlokal, welches sich hervorragend dafür eignet so richtig abzusacken. Günstige Getränkepreise und die Snack-Karte sind Balsam für die kleine Geldbörse. Bei „linken“ Gruppen beliebt, finden oftmals Veranstaltungen statt, von Lesungen über Konzerte bis hin zu Soli-Events, manchmal auch mit gratis Buffet. Und nirgendwo sonst wird in Wien das altehrwürdige „Baucherl“ (Cola mit Weinbrand) noch so zelebriert wie hier.

Linke Wienzeile 94, 1060 Wien
 

Weitere Tipps

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